Quelle: Stader Tageblatt vom 13.11.2017
Verfasser/Autor: Wolfgang Bartsch

LANDKREIS. Zum Auftakt der Hallensaison in der 2. Faustball-Bundesliga der Frauen gab es drei Lokalderbys. Der SV Düdenbüttel setzte sich gegen Essel und Wangersen durch. Der MTV Wangersen unterlag auch Essel und findet sich im Tabellenkeller wieder.
SV Düdenbüttel – TSV Essel 3:0 (13:11, 11:6, 11:8).


Der SV Düdenbüttel ging als leichter Favorit ins Spiel. Dennoch konnte sich im ersten Satz kein Team absetzen. Auffällig bei Düdenbüttel waren die guten Aufschläge von Anna-Lena Rathjens und das Angriffsspiel von Olga Riske. Beim Lokalrivalen zeigten sich dagegen Abstimmungsschwierigkeiten. So stand der SVD nicht unverdient mit 13:11 als Gewinner des ersten Satzes da. Essel fand in der Folge kein Gegenmittel und musste auch die nächsten Durchgänge mit 6:11 und 8:11 abgeben. Auf der Seite des Siegers gab es nur strahlende Gesichter. „Mit einem 3:0-Sieg hatten wir nicht unbedingt gerechnet“, sagte SVD-Angreiferin Olga Riske. Mit Melissa Leopold feierte ein Nachwuchstalent seinen Ligaeinstand. Essels Betreuer Thomas Steffens bemängelte bei seiner Mannschaft zu viele Unzulänglichkeiten.
TSV Essel – MTV Wangersen 3:0 (11:2, 11:9, 11:6).


Mit diesem Ergebnis rechnete nach der Leistung von Essel in der vorherigen Partie kaum jemand. Angreiferin Hanna Steffens avancierte zusammen mit Nationalspielern Seike Dieckmann zur Matchwinnerin. Steffens überzeugte mit tollen Rückschlägen und einem starken Service. Wangersen indes spielte viel zu harmlos auf. Angriffe von Jugendnationalspielerin Vivien Werner und Heimkehrerin Celine Brey wurden zu schwach vorgetragen und brachten den Gegner nie ernsthaft in Schwierigkeiten. Nach Durchgang eins stand ein sattes 11:2, folgend hieß es 11:9 und 11:6 für einen jubelnden TSV Essel. Wangersens Trainer Bernd Schnackenberg zeigte sich enttäuscht. „Ich hatte es fast befürchtet“, lautete sein Fazit.


SV Düdenbüttel – MTV Wangersen 3:1 (7:11, 11:6, 11:8, 13:11).
Wangersen schien sich schnell von der vorherigen Niederlage erholt zu haben, setzte sich sehr zur Freude von Coach Schnackenberg mit 11:7 durch. Doch Düdenbüttel ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und spielte mit viel Routine. So gelang mit einem 11:6 im zweiten Durchgang der Ausgleich. Der SVD nutzte seine Chancen konsequent, während Wangersen immer wieder Aufbauprobleme hatte. So wurde der SVD in seinen Aktionen sicherer, agierte abgeklärt und gewann auch die Sätze drei und vier mit 11:8 und 13:11. Mit Swantje Merle Borchardt „baute“ der SVD ein weiteres Talent ein. „Zwei Siege, was wollen wir mehr“, freute sich Abwehrspielerin Franziska Eckhoff.

Aktualisiert (Dienstag, den 14. November 2017 um 19:50 Uhr)